Der richtige Bildschirm am Arbeitsplatz

Der richtige Bildschirm am Arbeitsplatz

Viele Arbeitgeber denken, es wäre unwichtig, welcher Bildschirm auf dem Schreibtisch des Arbeitnehmers zum Einsatz kommt. Das stimmt allerdings schon lange nicht mehr. Für die Gesundheit seiner Mitarbeiter ist besser, wenn der Bildschirm den entsprechenden Anforderungen nach ausgewählt wurde. Die neueste OLED- und LCD-Technik hat sich inzwischen in fast allen Büros durchgesetzt. Große und klobige Röhrenmonitore mit flimmernden Bildern gehören somit der Vergangenheit an.

Der richtige Bildschirm am Arbeitsplatz
Der richtige Bildschirm am Arbeitsplatz ist abhängig vom Aufgabengebiet. Der korrekte Monitor wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Arbeitnehmers aus.

Als Arbeitnehmer ist es überaus frustrierend, wenn man sich mit einem zu kleinen und alten Bildschirm am Arbeitsplatz herumärgern muss. Darunter leiden mitunter nicht nur die Motivation und der Spaß an der Arbeit. Viel schlimmer ist, wenn die eigene Gesundheit unter den Gegebenheiten am Schreibtisch leidet. An dieser Stelle sollte man aber auch Verständnis für seinen Vorgesetzten aufbringen. Dieser handelt nur selten aus eigenem Antrieb und weiß meist gar nicht, dass ein Problem besteht. Die Suche nach einem sachlichen und höflichen Gespräch kann oftmals helfen und der Chef genehmigt den neuen Bildschirm.

Woran erkennt man einen falschen Monitor am Arbeitsplatz?

Der Bildschirm am Arbeitsplatz ist das Gerät mit dem meisten Augenkontakt. Während eines Arbeitstages am Schreibtisch kommen wir, je nach Tätigkeit, auf 7 bis 8 Stunden intensiven Blickkontakt mit dem Monitor. Entsprechend sanft und wenig anstrengend sollte ein Bildschirm zu unseren Augen sein. Wer beruflich viel schreibt und liest kann bei einem „schlechten Monitor“ schnell über diese Symptome klagen:

  • Müde und trockene Augen
  • Überforderung der Augenmuskulatur
  • Verspannung und Kopfschmerzen
  • Mentale Überlastung

Auf die richtige Größe kommt es an

Neben der generellen Auflösung, also der Darstellungsgröße des Computerbildes, kommt es auch auf die Größe der Bildschirmdiagonale an. Diese wird in Zoll angegeben. Durch die inzwischen verbreitete Breitbilddarstellung, die vom 16:9-Format des Fernsehbildes adaptiert wurde, sind viele Monitore mehr breit als hoch. Durch die großen Monitore und die zugleich hochauflösende Darstellung, erreicht man ein gestochen scharfes Bild, dass sich auch aus kurzer Distanz noch gut und entspannt lesen lässt. Je nach Anwendungsbereich variieren die empfohlenen Angaben zur Bildschirmdiagonale. Im Bereich der Textverarbeitung ist eine Monitorgröße ab 21,5 Zoll Standard. Zur Darstellung von mehreren Dokumenten und Fenstern nebeneinander, ist aber auch ein breiterer Bildschirm empfehlenswert. Für die Anwendung im Grafik- oder CAD-Bereich sind Monitore von 24 bis 27 Zoll gefragt.

Bei der Textverarbeitung gilt allgemein, immer die positive Darstellung zu wählen, d.h. dunkle Schrift auf hellem Grund.

Diese Kriterien sind beim Kauf eines neuen Bildschirms ebenfalls wichtig:

  • Die Leuchtdichte muss min. 100cd/m2 betragen
  • Helligkeit und Kontrast müssen einstellbar sein
  • Bildfrequenz sollte über 60Hz liegen
  • Bildschirmgerät muss dreh- und neigbar sein

Kauftipp: Neuer Bildschirm fürs Büro

Falls Sie sich gerade mit Frage nach einem neuen Monitor beschäftigen, haben wir hier entsprechend der momentan drei gefragtesten Bildschirmgrößen jeweils eine Empfehlung parat.

21,5 Zoll Monitor: BenQ GL2250HM LED-Monitor

Echtes Allround-Wunder fürs Büro mit hochauflösendem Full HD. Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis mit durchweg guten und sehr guten Bewertungen. Einziges Manko in dieser Preisspanne: Der BenQ GL2250HM ist fest auf dem Standfuß montiert, ohne Möglichkeit zum Drehen oder Neigen. (Amazon-Link, Neu ab 109,00 EUR)

24 Zoll Monitor: Acer Predator XB240

Dieser Monitor ist sowohl für klassische Office-Anwendungen, als auch für den ambitionierten Grafikeinsatz geeignet. Dank vieler Einstellungsoptionen, lässt sich der Acer Predator zum echten Komfort-Display einrichten. Der Bildschirm ist höhenverstellbar und mit Pivot-Funktion ausgestattet, das heißt er lässt sich drehen und kann sogar hochkant verwendet werden. (Amazon-Link, Neu ab 279,00 EUR)

27 Zoll Monitor: Philips 273P3LPHEB/00

Mit einer Diagonale von 68,6 cm ist er ein echter Riese. Der Philips 273P3LPHEB/00 steht auf einem Ergo-Fuß und kann individuell in Höhe, Neigung und Drehung verstellt werden und ist deshalb gut für unsere Augen. Er ist auch von anderen Nutzern überdurchschnittlich gut bewertet. (Amazon-Link, Neu ab 276,75 EUR)

Sparen am Arbeitsplatz lohnt sich nicht

Das Thema ergonomisches Arbeiten nimmt einen großen Teil der Gesundheitsvorsorge für den Arbeitnehmer ein. Langfristig gesehen, lohnt es sich nicht auf ergonomische Möbel zu verzichten. Der wirtschaftliche Schaden bei einem dauerhaft krankgeschriebenen Arbeitnehmer ist deutlich höher, als die Anschaffungskosten eines neuen Monitors oder Schreibtisches. Dementsprechend sollte jeder Arbeitgeber darauf achten, dass die von ihm eingerichteten Arbeitsplätze ergonomisch ausgerichtet sind und seine Arbeitnehmer nicht krank machen.