Businessplan schreiben: Anleitung für Existenzgründer

Von der Gründungsidee zur Businessplan Vorlage

Der Weg zum eigenen Unternehmen ist für Existenzgründer an sich nicht schwer. Der formale Akt der Gewerbeanmeldung beim zuständigen Gewerbeamt ist lediglich mit überschaubaren Kosten verbunden und schnell erledigt. Dafür muss man als Existenzgründer an sich keinen Businessplan schreiben. In vielen Köpfen herrscht zudem auch der Irrglaube vor, dass ein Businessplan nur notwendig sei, wenn man eine Bankfinanzierung benötigt oder unterstützende Leistungen der Agentur für Arbeit bezieht. „Das ist der völlig falsche Ansatz“, erklärt der Betriebswirt und langjährige Gründungsberater Mike Marschke. „Der Businessplan ist mit das wichtigste Instrument eines erfolgreichen Existenzgründers. Er skizziert die komplette Gründungsidee und dient als Fahrplan in den ersten Jahren. Man schreibt den Businessplan defintiv für sich selbst und das Unternehmen!“

businessplan schreiben. Tipps für Existenzgründer
Die Gründungsberatung der GBFSE mbH hilft Dir beim Businessplan schreiben und der Erstellung einer Unternehmens-Kalkulation. Du hast Schwierigkeit beim Schreiben eines Businessplans? Wir erstellen Businesspläne für Existenzgründer und Unternehmen.

So kannst Du Deinen Businessplan schreiben

Aller Anfang ist schwer, vor allem wenn das Businessplan schreiben mit einem leeren weißen Blatt Papier beginnt. Hilfreich können hier Businessplan Vorlagen sein, die einem mit einer vorgefertigten Struktur und Fragestellungen beim Formulieren der Business-Idee helfen. Wir bieten Ihnen hierfür einige Beispiele von Businessplänen aus gängigen Branchen.

Weiterhin gibt es zwei hilfreiche Online-Tools, die kostenlos bei der Erstellung eines Businessplans helfen:

  • Die Gründungswerkstatt Deutschland ist ein deutschlandweites Gründerportal, in dem Du vom kostenlosen Businessplan über die Gründungsberatung und den Finanzierungsplan Ihre Unternehmensgründung erfolgreich umsetzen kannst. Das kostenlose Angebot kommt von einem Projektverbund aus Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Gründungsinitiativen, das von der KfW-Bankengruppe unterstützt wird.
  • Auch das Bundesministerium für Wirtschaft hat ein hilfreiches Tool entwickelt, das kostenlos genutzt werden kann. Das Lernprogramm „Existenzgründung“ stellt Dir die wichtigsten Etappen auf dem Weg zur beruflichen Selbständigkeit vor: Von der Entscheidung über die Planung bis zur Unternehmensführung findest Du hier kurzweilige Texte, Checklisten, Schaubilder sowie weiterführende Informationen.

Schwierigkeiten beim Schreiben der Geschäftsidee?

Erstellung eines Businessplans & Businessplan VorlagenWenn es Dir trotz einer Businessplan Vorlage und unseren kostenlosen Tipps immer noch Schwierigkeiten bereitet, Deinen Businessplan zu formulieren, können wir Dir gern beim Schreiben helfen. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Vielen Existenzgründern fällt es schwer die eigene Persönlichkeit und die Vision des eigenen Unternehmens aufs Papier zu bringen. Vertrauensvoll erarbeiten wir gemeinsam die strategischen Eckpunkte Deiner Gründungsidee bis hin zum fertigen Business-Konzept. Natürlich gehört zu einer tragfähigen Idee auch eine Kalkulation mit Rentabilitätsvorschau.

Dein Ansprechpartner:
Mike Marschke
Gründungsberater der GBFSE mbH
Tel. 03334 – 25 96 360
info@gbfse.de

In 7 Schritten zum Businessplan

Mit dieser Anleitung kannst Du in 7 Schritten Deinen Businessplan schreiben und die Idee Deiner Unternehmensgründung formulieren.

  1. Deine Geschäftsidee

    Die ausgereifte Geschäftsidee klar und verständlich zu formulieren ist das A und O des Businessplans. Entscheidend ist das Alleinstellungsmerkmal. Was hebt Dich von Mitbewerbern ab? Was ist das besondere an Deinem Produkt/Deiner Dienstleistung? Du solltest unbedingt mit anderen über Deine Idee sprechen und diese erläutern. Oftmals ergeben sich in Gesprächen mit Freunden oder Kollegen wertvolle Anmerkungen oder Rückfragen, die Du einfließen lassen solltest. So entsteht am Ende eine runde Gründungsidee für Deinen Businessplan.

  2. Deine Gründerpersönlichkeit

    Vor allem wenn Banken oder Geldgeber den Businessplan als Grundlage hernehmen, wollen sie herauslesen, welche Qualifikation und Vorkenntnisse Du im Hinblick auf die Branche Deiner Gründungsidee hast. Und etwa auch, wie Du Dir fehlendes Know-How nachträglich beschaffst. Es reicht keinesfalls als Motivation aus, mit der Selbstständigkeit der (drohenden) Arbeitslosigkeit entkommen zu wollen. An dieser Stelle solltest Du Dich auch mit den nicht zu unterschätzenden psychischen Belastungen einer Unternehmensgründung auseinandersetzen.

  3. Rechtliche Rahmenbedingungen

    In der Startphase und der Entwicklung der Gründungsidee lassen viele Existenzgründer die rechtlichen Fragen meistens außen vor. Aus dem Businessplan sollte hervorgehen, dass Du als Gründer alle Rahmenbedingungen kennst und hinterfragt hast. Dazu gehört beispielsweise, ob die gewünschten Räumlichkeiten die baulichen Vorgaben erfüllen? Oder ob die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, dass Du Deine Dienstleistungen anbieten darfst?

  4. Kundennutzen

    Hier ist es wichtig, immer die Perspektive und Sicht des Kunden einzunehmen und die Frage zu beantworten: Was hat der Käufer davon? Der Kundennutzen wird von vielen unterschätzt und im Businessplan stiefmütterlich behandelt.

  5. Marketing und Vertrieb

    Was nützt die beste Idee, wenn Sie keiner kennt. Um mit der Gründungsidee Geld zu verdienen, müssen potentielle Kunden davon erfahren. Möglichst detailliert sollten im Businessplan die Zielgruppen aufgezeigt und benannt werden. Mit welchen Medien und Maßnahmen sollen diese erreicht werden?

  6. Liquididäts- und Rentabilitätsplan

    Du solltest exakt erklären können, welche Investitionen zum Start Deines Unternehmens notwendig sind. Und auch, woher diese Gelder kommen! Anhand der Kalkulation soll aufgezeigt werden, wann die Gründungsidee erste Erträge abwirft und wie das Unternehmen bis dahin finanziert wird. Es ist der wichtigste Teil des Businessplans. Einen Punkt darfst Du keinesfalls vergessen: Unternehmerlohn. Selbst wenn für die erste Zeit genügend Eigenkapital zur Verfügung steht, sollte ein Lohn eingestellt werden. Sonst könnte das heißen: Der Gründer glaubt selbst nicht, dass mit seiner Gründungsidee Geld verdient werden kann. Und Vorsicht: Wer zu knapp plant, kommt eher in Existenzsorgen.

  7. Blick in die Zukunft

    Dieser Teil ist besonders dann wichtig, wenn es um Investoren und Kapital geht. Der Businessplan soll plausibel darlegen, dass die Geschäftsidee auch in 10 Jahren noch am Markt funktioniert. Die Frage, die es zu klären gibt ist: Welche Aussichten gibt es für das Gründungsvorhaben in der Zukunft? Du solltest möglichst alle Risiken aufzeigen  und Dich auch mit den möglichen negativen Aspekten beschäftigen.

Diese Checkliste kann Dir zusätzlich helfen: Was gehört in einen Businessplan?

Mit einem Gründungsberater auf Nummer sicher

Für einen gut geschriebenen Businessplan solltest Du 2 bis 4 Wochen Arbeitszeit veranschlagen. Nicht nur dann, wenn Du es selber machst. Auch die Berater der Industrie- und Handelskammern kalkulieren mit allen Rückfragen und Korrekturen ein solches Zeitfester. Der Umfang des Konzeptes ist dabei natürlich abhängig von Branche und Finanzbedarf und der Frage, ob es durch den Gründer oder den Berater schon Recherchen gibt. Für besonders finanzintensive Gründungsvorhaben empfiehlt es sich auf alle Fälle einen Gründungsberater ins Boot zu holen. Mit ihrer Erfahrung wissen die Berater am besten, welcher Investor Wert auf welche Kennzahlen legt. So gehst Du auf Nummer sicher, dass die Chancen für eine Finanzierung nicht im Vorfeld schon vergeben werden.

Dein Ansprechpartner:
Mike Marschke
Gründungsberater der GBFSE mbH
Tel. 03334 – 25 96 360
info@gbfse.de